Veranstaltung

"Mit Flower Power für Frauenrechte auf Blumenfarmen"

Aktion zum Internationalen Frauentag am 8. März von 10 bis 13 Uhr. Veranstaltungsort: Alter Markt in Lünen 

Mit der Aktion „Flower Power für Frauenrechte“ setzen wir ein Zeichen für Frauenrechte weltweit und den fairen Handel mit Blumen. Der Großteil der Blumenproduktion erfolgt in Ländern des globalen Südens: Kenia, Äthiopien und Tansania. Die dort Tätigen, zumeist Frauen, arbeiten oft unter sehr schlechten Bedingungen und niedrigen Löhnen.

Dass es auch anders geht, zeigen die LIGA (Lüner Initiative gegen globale Armut), die Verbraucherzentrale NRW in Lünen, der Aktionskreis Fairer Handel gemeinsam mit der Fairtrade Stadt Lünen mit dieser Aktion.

Zudem informieren die Gleichstellungsbeauftragte und das neu gegründete Mädchen- und Frauennetzwerk über Unterstützungsmöglichkeiten und lokale Aspekte zur Situation von Frauen.

Lassen Sie sich überraschen! Schauen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Sie!

Hintergrundtext:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rund 80 % der Rosen im deutschen Handel werden importiert, größtenteils aus Kenia.
  • Trotz 6000 km Transportweg haben kenianische Rosen eine bessere Ökobilanz als Schnittblumen aus niederländischen Gewächshäusern.
  • Jede vierte in Deutschland verkaufte Schnittrose trägt das Fairtrade-Siegel.

Was sind eigentlich ‚faire Rosen‘ ?

Auf Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen gelten klar definierte Standards, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen, zumeist Frauen, verbessern und dazu einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Woran erkenne ich faire Rosen/Blumen?

Das blau-grün-schwarze Fairtrade-Siegel ist seit vielen Jahren bei Kaffee, Schokolade bekannt. Seit 2005 gibt es das Siegel auch für Blumen. Wer Blumen mit dem Siegel kauft, kann darauf vertrauen, dass die Produzenten sich verpflichtet haben, geregelte Arbeitszeiten und Sozialleistungen für ihre Beschäftigten z.B. Mutterschutz zu garantieren. Ausbeuterische Kinderarbeit ist genauso verboten wie der Einsatz von Pestiziden auf den Feldern.  Außerdem zahlt der Faire Handel eine Fairtrade-Prämie von 10 % des Erlöses für Gemeinschaftsprojekte vor Ort.

Wo gibt es faire Rosen?

Inzwischen ist keine endlose Odyssee durch Geschäfte mehr notwendig, um faire Blumen zu finden. In über 22.000 Geschäften gibt es Blumen aus fairem Handel. Inzwischen gibt es nicht nur verschiedene Rosen wie langstielige, Stückrosen oder Mischsträuße, sondern auch viele andere Schnittblumen. Auch das Topfpflanzen-Sortiment wächst. 2015 gab es erstmals Fairtrade Weihnachtssterne und Geranien.

Ist es besser „Aus der Region“ zu kaufen?

Im Gegensatz zum Obst und Gemüse gilt dieser Grundsatz aus ökologischer Sicht hier nicht. Kenianische Rosen zum Beispiel haben trotz der Flugstrecke von 6000 km nach Europa eine deutlich geringere Energiebilanz als eine Rose aus beheizten Gewächshäusern. In den Ländern des Südens müssen die Gewächshäuser nicht beheizt werden. Im Sommer allerdings sind heimische Freilandrosen vorzuziehen.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

Lesedauer: 3 Min.

Autorin: Gabriele Schiek

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