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Osterhasen im Streik: Langohren protestieren für existenzsichernde Kakaopreise und faire Schokolade

Protestaktion auf dem Viktualienmarkt am Verkaufsstand des Fairen Handels am 2. April von 10 bis 14 Uhr

Der Aktionskreis Fairer Handel mobil auf dem Viktualienmarkt:

Der Verkauf von Osterschokolade ist ein riesiges Geschäft. Doch während die Schokoladenunternehmen zu Ostern den größten Umsatz machen lebt die Mehrheit der Kakaobäuerinnen und-bauern in Westafrika immer noch unterhalb der Armutsgrenze. Denn der Preis, den sie für ihren Kakao erhalten, ist viel zu niedrig.

Die Osterhasen haben dieses Preisdumping satt! Deshalb treten sie am 2. April um 10 Uhr auf dem Viktualienmarkt in Lünen in den Streik und weigern sich, weiterhin unfaire Schokolade in die Osternester zu legen. Zusammen mit den Osterhasen in über 20 Städten fordern sie die großen Schokoladenunternehmen auf, endlich faire Kakaopreise zu zahlen.

„Schokoladenunternehmen versprechen seit Jahrzehnten, Armut und Kinderarbeit im Kakaoanbau zu beenden. Armut ist die Hauptursache von Kinderarbeit: Gut 1,5 Mil.

Kinder verrichten noch immer verbotene Tätigkeiten auf den  Kakaoplantagen allein in den Hauptanbauländern Cote d’Ivoire und Ghana. Die Kakaopreise wollen sie aber nicht anheben, allerdings tragen die Unternehmen aber eine Verantwortung dafür, dass die Bäuerinnen und Bauern ein menschenwürdiges Leben  führen können“, erklärt Gabriele Schiek vom Aktionskreis Fairer Handel in Lünen. 

Mit der Aktion möchte der Aktionskreis Fairer Handel zur Aufklärung der Konsument*innen über die unfairen Geschäftspraktiken im Schokoladensektor beitragen und eine Alternative für einen fairen Handel aufzeigen. Als Osterhase verkleidet verteilen wir Informationsmaterial und laden dazu ein, mit einer Postkarte beim Lieblings-Schokoladenunternehmen nachzufragen, ob diese den Kakaoproduzenten einen existenzsichernden Preis zahlt.

Interessierte können die Initiative des entwicklungspolitischen INKOTA-Netzwerks ab sofort auch per digitaler Postkarte unter de.makechocolatefair.org unterstützen.

Ansprechperson: Gabriele Schiek, Te. 02306- 44 508

Lesedauer: 3 Min.

Autorin: Gabriele Schiek

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