Anhand von drei Stationen informierten sich zahlreiche Lünerinnen und Lüner beim Stadtspaziergang am Samstag über das Klimaschutzkonzept und dessen teilweise wenig klimagerechte Umsetzung.
Erste Station war der neue Mitarbeitendenparkplatz von Aurubis als ein Beispiel für versiegelte Flächen, d.h. das Regenwasser läuft hier ungehindert in die Kanalisation. Der Bauantrag wurde im April 2022 gestellt, und damals galt bereits die Verordnung, dass gewerbliche Parkplätze ab 30 Stellplätzen mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden müssen. Wie Dr. Aaron Weigelt, Leiter Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit von der Aurubis AG in Lünen erklärte, seien die weiteren Planungen der Firma zur Verbesserung der Situation in Bezug auf den Parkplatz noch nicht abgeschlossen. Geprüft werde derzeit auch, ob das Regenwasser für die firmeneigene Brauchwasseraufbereitung verwendet und wann eine Photovoltaikanlage installiert werden kann. Die für eine PV- Anlage benötigten Leerrohre wurden beim Bau bereits gelegt.
Bei der zweiten Station des Klimaspaziergangs, der geplanten Leoschule am Standort der ehemaligen Osterfeldschule, wurde beim grundsätzlichen Beschluss vor fünf Jahren ein Architektenwettbewerb aus Zeitgründen abgelehnt. Bis heute haben unsere politischen Vertreter in den Ausschüssen keine Pläne gesehen. Jetzt sollen einfach die 70 – 90 Jahre alten Kastanien gefällt werden. Zumal die am Ring geplante Turnhalle nur eine gefühlte Schallschutzbebauung darstellt. Angemerkt wurde auch, dass bei einer städtischen Planung eine CO2-Bilanz von Neubau und Altbausanierung gegenüberstellt werden sollte. Schulen mit einem großen Raumbedarf könnten dreigeschossig gebaut werden, dann bliebe z.B. an diesem Standort Platz für die alten Bäume.

An der dritten Station, dem Europaplatz, wurde das Thema „Hitzeinseln“ besprochen. Da aufgrund des Klimawandels mit steigenden Temperaturen gerechnet werden muss, wollte die Stadt dort fünf Bäume pflanzen. Diese Aktion sollte etwa 60.000 € kosten, womit das Projekt aufgrund der leeren Stadtkasse zunächst „vom Platz“ ist. Wie die hohe Kosteneinschätzung zustande gekommen ist, konnten fachkundige Bürger nicht nachvollziehen. Sie forderten daher, die genaue Kostenaufstellung offen zu legen. Spontan entstand auch die Idee, der Stadt finanziell unter die Arme zu greifen und für die Bäume zu sammeln. Wer dazu spenden möchte, kann sich an die LIGA oder den Arbeitskreis für Umwelt und Heimat wenden.

Lesedauer: 3 Min.
Autor: Gisela Weiss
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